Sie sind kleine Superhelden: Antioxidantien. Wie sie als Radikalfänger für unseren Körper wirken und in welchen Lebensmittel die wichtigsten Schutznährstoffe vorkommen.
Was sind Antioxidantien?
Ein Antioxidans ist eine chemische Verbindung, die eine Oxidation anderer Substanzen verhindert oder verlangsamt. Antioxidantien, die entweder selbst vom Körper gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen werden, wirken in unserem Organismus als Radikalfänger und schützen unsere Zellen vor oxidativem Stress, der beispielsweise Krankheiten begünstigen kann.
Unser Körper ist freien Radikalen die ganze Zeit ausgesetzt. Sie kommen in der Luft (z. B. Umweltgifte) und Nahrungskette vor, aber sie entstehen auch in unserem Organismus selbst (z. B. Entzündungen oder Immunabwehr). Gibt es zu viele freie Radikale in unserem Körper spricht man von oxidativem Stress. Dieser kann Herz-Kreislauf- oder Krebs-Erkrankungen mitverursachen, aber auch den Alterungsprozess der Haut beschleunigen, so das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs.
Funktionen und Wirkungen von Antioxidantien
Nicht umsonst werden Antioxidantien auch Schutznährstoffe genannt: Sie verhindern, dass Zellen mit Sauerstoff reagieren und binden freie Radikale an sich. Antioxidantien sind in Vitaminen und Mineralstoffen, aber auch in Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen zu finden.
Da die körpereigene Produktion für unser Immunsystem nicht ausreicht, ist es wichtig Antioxidantien auch über Lebensmittel aufzunehmen.
Antioxidantien schützen vor Krankheiten
Wie schon erwähnt greifen freie Radikale unsere Zellstruktur an und können diese schädigen. Sie sind für die Entstehung von Herz-Kreislauf- oder Krebs-Erkrankungen, aber auch Alzheimer, Arterienverkalkung sowie Rheuma mitverantwortlich. Antioxidantien wirken genau diesen Zellveränderungen entgegen.
Antioxidantien schützen unsere Haut
Alkohol, Rauchen sowie UV-Strahlung lassen unsere Haut schneller altern: Falten bilden sich und sie verliert an Spannkraft. Mit einer Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, kann dem Alterungsprozess entgegenwirkt werden.
Vitamin C als Radikalfänger ist beispielsweise ein beliebter Inhaltsstoff in Hautcremen. Es macht freie Radikal unschädlich und begünstigt die Kollagenproduktion. Bade- und Körperpflegeprodukten mit Vitamin E hemmen Entzündungen und schützen die Zellen.
Antioxidantien verbessern Konzentrationsfähigkeit
Dass Antioxidantien auch "Brain-Food" genannt werden, hat einen Grund: Sie schützen auch unsere Gehirnzellen vor freien Radikalen und verbessern so die Gedächtnisleistung sowie Konzentrationsfähigkeit.
Überblick: die wichtigsten Antioxidantien
Zu den bekanntesten sowie wirkungsvollsten Antioxidantien zählen Vitamin C, Vitamin E, Spurenelemente wie Selen oder Zink, aber auch Beatcarotin und Polyphenole.
Vitamin C
Das wasserlösliche Vitamin C (Ascorbinsäure) gilt als Antioxidans und schützt so vor Zellschäden. Es hat zudem unterschiedliche Funktionen im Körper und ist ein essentieller Nährstoff.Vitamin E
Vitamin E (Tocopherole) zählt zu den fettlösliche Vitaminen und wirkt durch seine antioxidative Funktion im Körper als Schutzsystem für unterschiedlichste Zellen.Selen
Als Spurenelement ist Selen nicht nur für unseren Organismus lebensnotwendig, sondern auch am antioxidativen Schutzsystem gegen freie Radikale beteiligt.Zink
Zink ist als Spurenelement an vielen Prozessen im Körper beteiligt, so auch am antioxidativen Schutzsystem gegen schädliche freie Radikale.Beatcarotin
Betacarotin gehört zu den antioxidativ wirkenden Carotinoiden. Es ist wichtig für den Sehvorgang und schützt unsere Zellen außerdem vor UV-Strahlung.Polyphenole
Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und wirken nicht nur antioxidativ, sondern auch positiv auf unser Immunsystem.
In welchen Lebensmittel kommen Antioxidantien vor?
Die wichtigsten Antioxidantien Vitamin C, Vitamin E, Selen Zink, Beatcarotin und Polyphenole kommen in folgenden Lebensmittel vor:
Vitamin C: Brokkoli, Fenchel, Gartenkresse, Grünkohl, Hagebutten,schwarze Johannisbeeren, Paprika, Petersilie, Sanddorn, Zitrusfrüchte
Vitamin E: pflanzliche Öle wie Maiskeim-, Raps-, Soja-, Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl, Haselnüssen, Weizenkeimen
Selen: Eier, Fisch, Fleisch, Kohl- und Zwiebelgemüse, Linsen, Pilze, Spargel Nüsse (Paranüsse)
Zink: Eier, Geflügel, Käse, Milch, Rindfleisch, Schweinefleisch
Beatcarotin: intensiv gefärbtes Gemüse, grüne Bohnen, Brokkoli, Feldsalat, Grünkohl, Spinat, Karotten, Tomaten
Polyphenole: Kaffee, Tee sowie in den Randschichten von Gemüse, Obst und Getreide